Dr. Heinrich Hasse

Geburtsort: Bad Salzuflen
Geburtsdatum: 1791
Sterbedatum: 03. Mai 1868
Stadt: Bad Salzuflen
Straßennamen: Rat-Hasse-Promenade

Sein/ Ihr Leben:

Im Jahre 1810 besuchte Heinrich nach dem Lemgoer Gymnasium die Universität Tübingen. Am23. März 1823 erwirbt Heinrich Hasse den Doctorgrad „mit höchstem Lohn“. Sein Wunsch, nun mehr als Kämpfer für die deutsche Freiheit sich der preußischen Armee anzuschließen, wurden von dem älteren Bruder, der Vaterstelle in der Familie bekleidete, nicht gebilligt. Heinrich Hasse setzte seine Studiengänge in Göttetingen und anschließend in Berlin fort. 1815 konnte er als Truppenarzt am zweiten Befreiungskrieg teilnehmen. Kurze Zeit wohnte er in Herford, doch er strebte wieder zurück in seine Heimatstadt Salzuflen zu ziehen. 1817 zog Dr. Hasse dann nach Salzuflen, wo er dann in dem elterlichen Haus an der Osterstraße wohnte. Am 2. September 1817 wurde ihm das Amtsphysikat verliehen. Nun war er staatlich beamter Kreisarzt. Dr. Hasse hat sich gegenüber seinem Elternhaus an der Osterstraße 1825 ein großes Haus gebaut; es war das erste bürgerliche Wohnhaus in Salzuflen, dass außerhalb der Stadtmauer gelegen war. 40 Jahre lang hat sich in diesem Haus das Familienleben des bedeutenden Mannes abgespielt; hier ist auch die einzige Tochter, die spätere Frau von Campe in Brückeburg namens Bertha, geboren worden. Am 23. März 1863 feierte Dr. Heinrich Hasse sein goldenes Doctorjubiläum . Am 11 Dezember 1864 ist seine Lebensgefährtin gestorben. Am 03. Mai 1868 starb auch Dr. Heinrich Hasse einem Herzleiden. Seine Ruhestätte ist neben dem Grabe seiner geliebten Gattin in einem stillen Winkel auf dem Alleefriedhof.

Werke:

Dr. Heinrich Hasse schreibt in seiner Eingabe vom 15. Juli 1817: „Über den außerordentlichen Nutzen der Bäder zur Wiederherstellung der Gesundheit hat von den ältesten Zeiten her nun eine Stimme geherrscht. Und wo wirksame mineralische Quellen sind, ist es kam zu entschuldigen , wenn die Bewohner der Gegend diese von der Natur ihnen dargebotenen Heilmittel unbenutzt ließen.“ „Auch das Wasser hiesiger Saline ist mit vielem Nutzen angewandt worden. Es wäre daher sehr zu wünschen, dass an der Quelle Einrichtungen zum Baden geschaffen werden.“
Erst als 1855 das Pumpentürmchen mitsamt der Badeeinrichtung bis auf die Grundmauern abgebrannt war, ließ die Regierung sich auf den Bau eines regulären Badehauses ein, nämlich dort, wo heute die Post steht. Dieses hat 70 Jahre als Badehaus gedient.

Erstellt von:

Monika Szulc

Quellen:

Chronik von Salzuflen/Otto Pölert.- Bad Salzuflen : Dröge, 1978-S.78-81: III